Das Durchhaltevermögen steigern – Teil 2 - Mindset-Academy

Das Durchhaltevermögen steigern – Teil 2

In diesem Beitrag geht es darum, warum Appelle an die eigene Vernunft fast wie eine Blockade wirken

innere Blockade

  • 1. Du bist zu streng zu Dir selbst...
  • 2. Du versuchst mit purer Vernunft an Deine Aufgaben heranzugehen…

Zur Verhinderungsfalle Nr. 2 (innere Blockade)

Warum funktioniert es nicht, an die eigene Vernunft zu appellieren, obwohl es eine der ältesten und am häufigsten angewandten Strategien ist, um kurzfristigen Verlockungen zu widerstehen? Welche innere Blockade bremst uns in solchen Momenten aus?

Mit Appellen wie “Ich weiß, ich sollte mich mehr bewegen” oder “ich weiß, ich sollte mich endlich mal mit der Vorbereitung auf meine Prüfung befassen” oder “eigentlich sollte ich mich bewusster ernähren”… appellieren wir an unsere Vernunft und müssen doch im Nachhinein in 95% der Fälle feststellen, dass all diese Appelle für unser Durchhaltevermögen nichts gebracht haben.

Wir glauben, unsere Vernunft werde am Ende siegen und unsere Willenskraft soweit stärken, dass wir einmal das tun, was gut  und wichtig für uns ist, andererseits aber auch unseren Hintern hochbekommen, für die Dinge die uns unangenehm sind, aber trotzdem getan werden müssen.

Schau Dir Dein Leben an und frage Dich, welcher Abstand besteht zwischen dem was Du sagst und dem was Du tatsächlich tust?

Du wirst feststellen, diese Appelle an uns selbst führen selten zum Ziel! Weder starten wir rechtzeitig mit den Prüfungsvorbereitungen, noch essen wir bewusster… Warum funktioniert das nicht? Das hat schlicht und einfach mit unserem Gehirn zu tun. Appelle laufen deshalb ins Leere, weil nicht unser Verstand die Entscheidungen trifft. Entscheidungen werden im Limbischen System unseres Gehirns getroffen und anschliessend vom Verstand begründet

Das Herz entscheidet,der Verstand begründet!

Dieses limbische System hat zwei grundlegende Antriebskräfte, die uns letztendlich dazu bringen, etwas zu tun oder etwas nicht zu tun. Das bedeutet, durch diesen Gehirnteil werden wir so gesteuert, dass wir möglichst wenig Schmerz und möglichst viel Lust empfinden.

Lust

…oder Frust

Diese zwei Grundprinzipien steuern unsere Verhaltensweisen und damit auch unser Durchhaltevermögen. Wir checken unbewusst ab, was uns mehr Lust bringt und weniger Frust verursacht. Wenn wir jetzt in Entscheidungssituationen an uns selbst appellieren und dieser Appell mehr Lust als Frust verspricht handeln wir – wenn nicht, lassen wir es sein.

Warum appellieren wir trotz dieser Erkenntnisse immer noch an unseren Verstand? Einer der Hauptgründe ist m. E. dass wir als vernunftbegabte Wesen immer noch glauben, dass wir Entscheidungen rational und nicht emotional treffen.

Was also gilt es zu tun?

Das Gute ist, Durchhaltevermögen läßt sich trainieren und genauso wie die Ausdauer verbessern.

Mit der folgenden Übung lernst Du eine Möglichkeit, Deinem inneren Schweinehund die rote Karte zu zeigen:

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