Willenskraft – Das Durchhaltevermögen steigern – Teil 1

In diesem Beitrag geht es darum sein Durchhaltevermögen zu steigern durch das Erkennen und Vermeiden der folgenden 2 Verhinderungsfallen...

Durchhaltevermögen
  • 1. Sie sind zu streng zu sich
        selbst..
    .
  • 2. Sie versuchen mit purer
        Vernunft an Ihre Aufgaben
        heranzugehen...

Zur Falle Nr. 1:


Was soll falsch daran sein, wenn wir streng zu uns sind, unser Durchhaltevermögen fordern und uns nicht immer alles durchgehen lassen - nach dem Motto: "Wenn ich anfange zu schludern, erreiche ich meine Ziele nie?"

Den Konflikt zwischen kurzfristigem Genuss und langfristigem Erfolg gibt es schon seit Jahrtausenden. Und genauso lange gibt es die Suche nach Strategien, diesen kurzfristigen Verlockungen zu widerstehen.

Wie geht es Ihnen, wenn andere Menschen sehr streng mit ihnen umgehen? Wie fühlt sich das an? Nicht besonders gut, oder? Was sind in solch einem Fall normalerweise die Konsequenzen? Wir reagieren mit Abwehr und es entsteht das Bedürfnis nach etwas Angenehmen, den sogenannten Seelentröstern.

Alles was angenehme Gefühle in uns auslöst, eignet sich als Seelentröster. Das sind dann dieses Dinge, die uns durch den Kopf gehen, wenn wir uns etwas vornehmen. Es fallen uns dann tausend Dinge ein, die wir vorher noch erledigen müssen. Am Abend haben wir dann alles erledigt, nur nicht das, was wir unbedingt fertigmachen wollten.



Alles, was in uns Wohlbefinden auslöst, gehört zu den Seelentröstern: Essen, Trinken, Facebook schauen, Shoppen gehen...
Es sind genau die Dinge, die uns von unseren geplanten Aufgaben abhalten und bei denen wir das Durchhaltevermögen brauchen, eben diesen Ablenkungsversuchen unseres inneren "Schweinehundes" zu widerstehen.
Denn schnell entsteht dann das Muster im Kopf: "Jetzt ist es sowieso schon egal"!

Ein Beispiel von einem meiner Coachingkunden:
Hans Mustermann leitete einen kleinen Handwerksbetrieb. Im Coaching erklärte er, dass er sich immer wieder vornimmt, jeden Morgen zuerst eine Kröte zu schlucken, also als erstes etwas zu tun, was ihm unangenehm aber wichtig  ist und so anschliessend mit mehr Motivation in den Tag zu starten.
Nach dem Motto: So diesen Mist habe ich heute schon mal erledigt.
Nur - leider funktionierte das bei ihm nicht wie gewünscht. Er stellte nämlich immer wieder fest, dass er trotz seines Vorsatzes immer wieder mit den angenehmen Dingen startete.
Wenn er dann feststellte, dass er wieder nicht konsequent an der Kröte arbeitete, dachte er: "Jetzt ist es eh schon egal, dann mache ich das halt dann, wenn ich die anderen Sachen erledigt habe"
Natürlich lief es dann ganz anders. In der Regel ging er nach Hause , ohne sich auch nur eine Minute mit der wichtigen Sache beschäftigt zu haben.

Was also gilt es zu tun?

Das Gute ist, Durchhaltevermögen läßt sich trainieren und genauso wie die Ausdauer verbessern.

Mit der folgenden Übung lernen Sie eine Möglichkeit, Ihrem inneren Schweinehund die rote Karte zu zeigen:

Im nächsten Beitrag geht es die Falle Nr. 2:
Warum der Appell an unsere Vernunft ins Leere zielt. Unsere Vernunft trifft nämlich keine Entscheidungen, sondern ist für das Sammeln von Informationen zuständig. Entscheidungen werden in erster Linie emotional getroffen...

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